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  1. Passerina cyanae Taeniopygia guttata castanotis Ramphocelus bresilius Passerina cyanae Amadina erythrocephala Edition für Camera Austria 5 SW-Handabzügen auf Barytpapier je 29,6 x 22,6 cm, 2012 Auflage 3 + 1 AP, signiert und nummeriert Preis einer Einzelarbeit € 200,00 + Ust. + Versand Preis der gesamten Edition auf Anfrage Bestellungen an Christine Radl, distribution@camera-austria.at  T. +43 / (0) 316 / 81 55 500

    Passerina cyanae

    Taeniopygia guttata castanotis

    Ramphocelus bresilius

    Passerina cyanae

    Amadina erythrocephala

    Edition für Camera Austria

    5 SW-Handabzügen auf Barytpapier je 29,6 x 22,6 cm, 2012

    Auflage
    3 + 1 AP, signiert und nummeriert

    Preis einer Einzelarbeit
    € 200,00 + Ust. + Versand

    Preis der gesamten Edition auf Anfrage

    Bestellungen an Christine Radl, distribution@camera-austria.at  T. +43 / (0) 316 / 81 55 500

     

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    Tatiana Lecomtes fotografisches Œuvre gehört sicherlich zu den eigenwilligsten und herausforderndsten einer jüngeren Generation von Künstlerinnen in Österreich – Camera Austria hat die Künstlerin zu Beginn des Jahres 2010 in einer Einzelpräsentation gezeigt und dazu ein erstes umfangreiches Künstlerbuch herausgegeben. Lecomte bedient sich hauptsächlich gefundener Bilder oder vorliegender Reproduktionen, die sie refotografiert, analog vergrößert, subtil manipuliert, erneut fotografiert und wieder von Hand entwickelt. Manchmal entsteht dabei ein Kreislauf von Reproduktionen, manchmal sind die Eingriffe kaum wahrnehmbar, manchmal durchaus offensichtlich.

    Die Edition für Camera Austria besteht aus fünf Handabzügen von Vogelpräparaten, wobei die Namensgebung eines Vogels jeweils auf einer Farbe beruht, die dessen Federkleid dominiert. Die Reproduktion geschieht allerdings in Schwarzweiß, was gerade den Farbgehalt des Gefieders auslöscht. Darüberhinaus sind die deutschen Bezeichnungen der Vögel entfernt und nur als lateinischer Name im Bildtitel beigegeben.

    Zumindest zwei zentrale Aspekte des Fotografischen werden hier analytisch revidiert und also in Frage gestellt: die adäquate Wiedergabe und Vergleichbarkeit von Wirklichkeitsaspekten (Farbe) und – vielleicht weniger offensichtlich – die Klassifizierung dieser Wirklichkeit durch die fotografische Repräsentation. Indem Tatiana Lecomte dem fotografischen Bild immer etwas entzieht, entwendet, rührt sie damit an einen »Ort« in den Bildern, den diese nicht vollständig er- oder ausfüllen. Etwas fehlt – und fehlt nicht immer »etwas« in der Fotografie?

    Reinhard Braun